Hispania Rally, Cuenca, 22.-25.02.2018

Tag 1 (Donnerstag)

 

Die Hispania Rally zählt zum neugeschaffenen Cross Country Europameisterschaftscup. Dieser setzt sich zusammen aus insgesamt 4 Rennen. Die Rally Hispania ist der erste Lauf. Der zweite Lauf ist die Hellas Rally. Es sollen dann Läufe folgen in Rumänien und dann im Oktober in Italien auf Sizilien. Die Daten werden veröffentlicht auf der Seite fim-uem.com. Die Ankündigung des Veranstalters eine Rally zu machen an den Tagen Donnerstag, Freitag, Samstag, Sonntag mit einer Gesamtstrecke von 300 km, wobei täglich Sonderprüfungen von etwa 70 km angesetzt werden, hörte sich meines Erachtens eher als nicht ganz so anstrengende Frühjahr Auftaktsveranstaltung an. Die Vorstellungen waren im Februar bei frühlingshaften Temperaturen. Eine kleine Rally zu bestreiten, bei der die Fahrzeiten bei angenehmen Temperaturen etwa 5 Stunden sind.

 

 

Die Anreise gestaltete sich unproblematisch. Die Abnahme war freundlich unproblematisch und die technische Abnahme nicht überzogen. Es hatten ca. 70 Fahrer genannt. Ein Großteil kam aus Italien, ca. 30-35 Fahrer. Die meisten waren auf Beta Motorrädern unterwegs.

 

 

Am Donnerstag ging es dann gegen 8:00 Uhr los. Die Fahrer wurden in Minutenabständen gestartet. Es herrschten eisige Temperaturen. An jedem Tag wurde bei minus Temperaturen gestartet, wobei der Samstag mit -10 Grad der Spitzenreiter bei den Minustemperaturen war.

 

 

Die Orientierung fand statt nach einem Roadbook. Es musste keine Blätter geklebt werden, es war eine professionelle Roadbookrolle im üblichen Format ausgegeben worden.

 

 

Es erfolgte zuerst eine ca. 200km lange Verbindungsetappe für die Einschnitt von
42 km vorgesehen war. Anfänglich ging es über sehr kalte und sehr schnelle Pisten. Es erfolgte im Durchschnitt regelmäßig eine Kursänderung so im Abstand von 500 m bis ca. 1,2 km.

 

 

Überraschenderweise ging es dann in Geländetappen, die jeder deutschen Enduro Meisterschaft gut zugestanden hätte.

 

 

Es waren keine schlammigen Waldwege, sondern alle samt sehr steinige Auf- und Abfahrten.

 

 

Außer mir war nur noch ein Teilnehmer mit einer Rallymaschine unterwegs. Alle anderen Teilnehmer waren auf Motorräder mit 250, 300 und 450 qm³ Enduros unterwegs, die mit einem Roadbookhalter ausgestattet waren.

 

 

Die Führung und das Roadbook waren exakt. Wobei die Gestaltung des Roadbooks sich von den bei Afrika Rallys übrigen Roadbooks dadurch unterscheidete, dass hier nur wenn Abzweigungen waren, Besonderheiten notiert waren.

 

 

Wenn es z.B. geradeaus ging und man fuhr über eine Brücke, dann war dies im Roadbook nicht vermerkt.

 

 

Ich benötigte fast drei Tage, um mich mit diesem etwas anderen Roadbooksystem zurechtzufinden.

 

 

Die Erklärungen waren im Übrigen aber auch.

 

 

Der Veranstalter hatte eine Strecke ausgewählt, die nahezu keine Dreifach Ausrufezeichen Gefahrenstelle enthielt.

 

 

Die erste Verbindungsetappe war zwar herausfordernd, konnte aber gut in der Zeit geschafft werden. Ich konnte die erste Etappe mit einem Schnitt von etwas mehr als 50 km zu Ende bringen.

 

 

In der anschließenden Sonderprüfung die über 70 km ging, unterlief mir allerdings ein entscheidender Fehler.

 

 

Wie bei Afrika Rallys üblich, ist man oftmals bestrebt, andere Fahrer schnell zu entdecken und zu denen aufzuschließen.

 

 

Bei der Sonderprüfung bei etwa Kilometer 40 sah ich auf einer Parallelkiste einen anderen Fahrer und wechselte auf diese Parallelpiste und verfolgte diesen Punkt. Dabei habe ich allerdings dann etwa 20 km Sonderprüfung abgekürzt. Dies fiel mir erst auf, als ich im Ziel war. Ich hatte den Rest der Sonderprüfung auch nicht orientiert, sondern bin dann dem nur einen hauchschnelleren vorausfahrenden Fahrer nachgeeilt.

 

 

Dies hat dann zu einer Strafe von 2 Stunden geführt.

 

 

Danach ging es dann nochmals ca. 60 km über relativ verwinkelte Verbindungsetappen zurück.

 

 

Der Tag war dann nach ca. 8 ¾ Stunden beendet. Die Strafe von 2 Stunden war ich schon ziemlich an das Ende des Klassements versetzt worden.

 

 

Insgesamt war es aber eine sehr schöne Streckenführung, die einerseits sehr schnelle Passagen enthielt, aber andererseits auch sehr schöne Enduropassagen.