Hispania Rally, Cuenca, 22.-25.02.2018

Tag 2 (Freitag)

 

Am Freitag war es dann so, dass es in der Früh sehr kalt war. Die Organisation verschob dann den Start um zwei Stunden nach hinten. Bei dieser Gelegenheit verkürzte sie allerdings dann auch die Fahrzeit für die Überführungsetappe. Beim Start am Morgen sprang mein Motorrad nicht an.

 

 

Der Anlasser drehte willig. Die beiden Lithium Ion Batterien waren neu und hochwertig
(3-4 Stück 350-400 €).

 

 

Erst ca. 20 Minuten nach meiner Startzeit sprang das Motorrad dann urplötzlich an Dies war zum ersten Mal seit vier Jahren, dass das Motorrad mich am Morgen beim Start versetzte.

 

 

Es kam so wie es kommen musste, dass ich mich dann weil ich schon zu spät war und weit aus als allerletzter gestartet war, mich dann auch noch verfahren hatte.

 

 

Es war dann so, dass ich zur Sonderprüfung kam. Bei der Sonderprüfung teilte daraufhin er Sportkommissar mit, dass ich zu spät sei und dass ich deswegen nicht mehr in die Sonderprüfung einfahren dürfe.

 

 

Ich meinte allerdings, dass ich noch 16 Minuten Karenzzeit habe. Nachdem allgemeine Verunsicherung herrschte, gestattete mir der Sportkommissar die Einfahrt in die Sonderprüfung. Bei dieser Gelegenheit merkte allerdings ein weiterer, an dieser Stelle wartender Zuschauer/verantwortlicher Teambegleiter an, dass diese Sonderprüfung wohl eher weniger für eine Rallymaschine geeignet sei.

 

 

Und die Vorhersage war nicht ganz unbegründet. Dies war das steinigste und steilste, was ich seit 1981 gefahren bin. Es war eine grandiose Landschaft in der Nähe des Nationalparks von Cuenca. Es waren dort die typischen Felsentürme etc.

 

 

Es ging endlose Schotterwege und Rinnen nach oben.

 

 

Vorteil der Speedbrain war, dass aufgrund des etwas längeren Ratstands und der exquisiten Federungselemente alle Felsstufen etc. unproblematisch genommen werden konnten.

 

 

Wenn ein Fahrer die Auffahrten nicht schaffte, musste er oft 500 m bis 1 km wieder runterfahren, weil auf dem losen Schotter ein anfahren nicht möglich war.

 

 

An diesem Tag setzte sich allerdings die Pechserie ein wenig fort. Es verklemmte sich ein Stein in das hintere Rad, knickte eine Speiche ab und diese Speiche klemmte sich dann wiederum zwischen Kette und Kettenblatt und sorgte dafür, dass die Kette heruntersprang.

 

 

Ich musste anhalten, das Hinterrad lösen, die Kette wieder auf das Kettenblatt legen, die Speiche abzwicken und den Stein aus dem Hinterrad heraustreten.

 

 

 

Anschließend musste ich dann wiederum die Abfahrten nach unten fahren. Bei der Hochfahrt erwischte ich dann eine verkehrte Abzweigung, die dann immer steiler und schmaler wurde. Bis diese dann bei einem Wasserfall (ausgetrocknet) endete. Eine Wendemöglichkeit war nicht gegeben. Ich musste 200 m das Motorrad rückwärts zurückschieben.

 

 

Gemeinsam mit einem Quadfahrer beendete ich dann diese extrem schöne Sonderprüfung, die allerdings nicht für mich gewertet wurde.

 

 

Zusätzlich kam es dazu, dass der Sportkommissar dem Veranstalter mitteilt, dass ich entgegen seiner Erlaubnis eingefahren sei. Ich stand kurz vor der Disqualifikation. Es ging allerdings dann so aus, dass mir nochmals 6 Stunden Strafzeit aufgebrummt worden sind.

 

 

Die Gesamtfahrt seit an diesem Tag waren für mich 10 Stunden.

 

 

Als positives Resümee möchte ich allerdings festhalten, dass dies die schönste Sonderprüfung war, die ich im Schotter und im Gebirge gefahren bin.

 

 

Weitere 6 Stunden Strafzeit verließen mich am Ende des Klassements. Die Fahrer, die diese Etappe und Sonderprüfung nicht erledigen konnten, hatten lediglich 4 Stunden Strafzeit bekommen.